Rosenbauer hat geschrieben:Innerhalb der letzten drei Jahre lieferte Rosenbauer bereits Rettungstreppen an die deutschen Flughäfen München, Berlin und Leipzig. Nun steht auch am drittgrößten Flughafen Europas, in Frankfurt am Main, diese feuerwehrtechnische Spezialentwicklung aus dem Hause Rosenbauer im Dienst. Die Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main ist integraler Bestandteil der Flughafensicherheit, ausgezeichnet ausgebildet und baut auf über 60 Jahre Erfahrung.
Deutschlands größter Flughafen wächst permanent weiter: Dies erhöht jedoch auch das Anforderungsprofil an Sicherheit und Technik. Die Flughafenfeuerwehr, als Teil dieses Sicherheitssystems, trägt mit der Neuanschaffung der Rettungstreppe E8000 / E3000 wesentlich dazu bei.
Die Flughafenfeuerwehr gehört seit Anfang 2010 zum Geschäftsbereich FBA (Flug- und Terminalbetrieb, Ausbau) des Flughafenbetreibers Fraport AG und verfügt auf dem Gelände des Flughafens über drei Feuerwachen. Rund 200 Männer und Frauen sind tagtäglich bei der Flughafenfeuerwehr im Einsatz. Eine fundierte Ausbildung und regelmäßige Nachschulungen stellen das hohe Niveau der Einsatzmannschaft sicher: Dazu wurde das Feuerwehr-Training-Center (FTC) mit Brandsimulationsanlage geschaffen, mittlerweile ein international anerkanntes Kompetenzzentrum für Brandsicherheit auf Flughäfen.
Bei der Rettungstreppe handelt es sich um eine technische Spezialentwicklung zur raschen Evakuierung von Flugzeug-passagieren. Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettung, Notfall-mediziner) haben jedoch auch in umgekehrter Richtung einen sicheren Zugang in das Flugzeuginnere. Aufgebaut auf einem Mercedes-Benz Chassis, eignet sich die Rettungstreppe für alle gängigen Fahrzeugtypen und realisiert Einsatzhöhen von bis zu 8,30 m.
Mit einer Breite von 3.050 mm und einer Belastbarkeit von 320 kg/m² schafft die obere Rettungsplattform optimale Voraussetzungen für einen raschen Zu- und Ausgang. Die Hochleistungshydraulik der Fahrzeuge sorgt dafür, dass die Haupttreppe in ca. 50 Sekunden vollständig von der Ablageposition bis zur Maximalhöhe ausgefahren und somit sehr schnell einsatzbereit ist. Über das Height Level Control System (HLCS) können die Türhöhen der verschiedenen Flugzeugtypen vorprogrammiert und auch prozessgesteuert angefahren werden. Eine manuelle Höhenvorgabe bzw. Höhenverstellung über die Bedienstände ist ebenso vorgesehen. Beim Abstützen des Fahrzeuges werden Unebenheiten von mehr als 200 mm automatisch ausnivelliert.
Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der neuen Rettungstreppe wurde auf die Sicherheit im Evakuierungsfall gerichtet: Stufenbreite und -tiefe (1.500 mm / 390 mm) sind so gewählt, dass drei Personen bequem nebeneinander absteigen können. Zudem bleiben die Stufen, unabhängig vom Neigungswinkel, immer in waagrechter Position und sind für einen sicheren Abgang hell ausgeleuchtet. Geschlossene Seitenwände erhöhen das Gefühl der Sicherheit ebenso wie ein durchgängiger Handlauf oberhalb der Seitenverkleidung.
Die lückenlose Verbindung zum Fahrzeugrumpf ist eines der entwickelten Highlights: Bis zu 700 mm vor dem Flugzeug kommt die Rettungstreppe erst zum Stehen. Der unter der Rettungsplattform angebrachte teleskopierbare Teil schließt in horizontaler Richtung den verbleibenden Raum zwischen Flugzeug und Rettungstreppe und passt sich damit an die Flugzeugkontur an. Unterstützend wirken hierbei Näherungssensoren und eine Videokamera. Sämtliche Funktionen des Rettungsgerätes können von nur einer Person bedient werden. Die Bedienung erfolgt von den Steuerständen die sich in der Kabine oder jeweils auf den Rettungsplattformen befinden. Die Rettungstreppe Frankfurt verfügt weiters über eine Schnell-Angriffshaspel mit Wasserhochführung.
© Rosenbauer International AG, Leonding, Austria
...und die techn. Daten als pdf-Dokument: http://s7.directupload.net/file/u/17305 ... 8o_pdf.htm
Gruß, Jürgen