Gregor hat mich dazu veranlasst, einmal etwas ausführlicher auf den unlackierten Modellbau einzugehen. Ich poste hier einen Text, der weit über 10 Jahre alt ist und der eigentlich in einem Buch erscheinen sollte, das Jürgen und ich gemeinsam veröffentlichen wollten. Dazu ist es leider nie gekommen. Es gibt aber eine ganze Reihe von Textfragmenten und auch einzelnen fertigen Kapiteln - so gibt es auch den folgenden Text (es handelt sich nur um einen Auszug):
Werkzeuge
Das wichtigste Werkzeug beim Modellbau „ohne Lack“ ist zweifellos eine (!) Feile. Besonders empfehlenswert sind Nagelfeilen, die aus einer relativ festen Schaumstoffschicht bestehen und die auf der einen Seite mit feinem, auf der anderen Seite aber mit etwas gröberem Schleifpapier beklebt sind. Solche Feilen gibt es recht preisgünstig in jedem Drogeriemarkt.
Vor dem ersten Einsatz sollte man sich mit dieser Feile vertraut machen und mehrere Kunststoffteile bearbeiten, die ohnehin für den Abfallkorb vorgesehen sind. Das hat mehrere Gründe: Zum einen – das ist ein rein subjektiver Eindruck! – feilt eine leicht gebrauchte Feile „besser“ als eine völlig unbenutzte. Zum anderen muss man als Bastler ein sehr feines Gespür dafür entwickeln, wie rasch bei welchem Druck auf das Werkzeug wie viel Kunststoffabrieb entsteht. Idealerweise kann man dann später recht exakt einschätzen, wie viele „Hin- und Herbewegungen“ mit der Feile benötigt werden, um ein Kunststoffteil auf das gewünschte Maß zu kürzen. Mit jeder Feile muss man sich neu vertraut machen - die Feile muss "eingefeilt" werden, und man braucht ein feines Gespür für den Abrieb, den eine Feile produziert. Jede Feile ist da etwas anders...
Vorsicht ist übrigens bei sehr schnellen Bewegungen mit der Feile geboten: Wird diese (v. a. mit der gröberen Seite) zu rasch über das jeweilige Werkstück geführt, droht nicht nur ein besonders starker Abrieb (den man später womöglich bitter bereut), sondern schlimmstenfalls auch, dass der Kunststoff durch die entstehende Reibungshitze schmilzt und sich genau an der Kante verformt, die man gerade bearbeitet!
Als weitere Werkzeuge sollten eine Minibohrmaschine mit Kreissägeaufsatz und eine Tischkreissäge zur Verfügung stehen. Diese Arbeitsgeräte erleichtern viele Bastelschritte sicherlich sehr, dennoch sollten sie nicht überschätzt werden: Wer das Geld für diese nicht ganz preiswerten Maschinen lieber sparen möchte, kommt durchaus auch ohne aus und kann stattdessen alle Sägeschnitte von Hand ausführen, beispielsweise mit der bewährten Bastelsäge von Roco oder einer kleinen Bügelsäge mit möglichst feinem Sägeblatt. Die Tischkreissäge eignet sich ohnehin fast nur für den Zuschnitt einzelner Flächen, etwa einer Riffelblechplatte, und die mit dem Kreissägeaufsatz für die Handbohrmaschine ausgeführten Sägeschnitte müssen auf jeden Fall auch noch einmal manuell nachgearbeitet werden. Wer meint, man müsse sich nur eine möglichst teure Ausstattung zulegen, um saubere Sägeschnitte quasi automatisch „hinzubekommen“, der irrt: Die exakte Anpassung von Schnittkanten ist und bleibt nichts anderes als reine Handarbeit!
Teile aussuchen
Bastler, die ohne Lackierung auskommen möchten, sollten stets einen guten Überblick über das komplette Lieferprogramm der verschiedenen Modellhersteller haben und möglichst genau wissen, was von wem geliefert werden kann. Auch ein Blick in das Angebot von Spielwarenproduzenten (beispielsweise der Firmen Siku, Majorette, Lego und Matchbox) kann sehr hilfreich sein, wenn man auf der Suche nach bestimmten Teilen ist: Manchmal lassen sich einzelne Komponenten solcher Modelle durchaus auch für den Modellbau im Maßstab 1:87 verwenden, wenn man sie nur ein wenig auf- oder umarbeitet.
Zweckmäßig, aber natürlich nicht ganz preiswert ist es, sich eine Art „Musterkollektion“ anzulegen, so dass man nicht nur anhand der Katalogabbildungen oder eine selbst angefertigten Skizze, sondern schon anhand der Originalteile überlegen kann, was sich womit kombinieren lässt. Grundsätzlich gibt es fast kein Teil, dass man nicht doch eines Tages für irgendetwas gebrauchen könnte! Oftmals kommen Ideen, was sich woraus herstellen lässt, zudem wirklich erst, wenn die Basismodelle vor einem stehen und man sie z. B. beliebig herum „drehen und wenden“ kann: Bei der Auswahl der benötigten Einzelteile muss nämlich häufig ein wenig „umgedacht“ werden: So kann ein früheres Seitenteil später als Dach verwendet werden, ein Winkelstück zwischen zwei Seitenwänden wird zu einem Winkel zwischen Seite und Dach usw. Auch sollte man an Kombinationen denken, die auf den ersten Blick kaum möglich oder vielleicht doch etwas zu exotisch erscheinen: So kann eine Seitenwand für ein Großtanklöschfahrzeug auch aus einem roten Sattelauflieger herausgetrennt werden, Bedienstände von Trockenlöschfahrzeugen werden zum Unterbau für eine Signalanlage, oder die Ecke eines Getränkekofferaufbaus wird zum Teil eines Mannschaftsraumes! Rote Kunststoffplatten, die es vor einigen Jahren von Roco gegeben hat, müssen ebenfalls nicht immer so verwendet werden, dass man nur die große glatte Fläche zu sehen bekommt; auch die schmale Seite, also die Kante dieser Platten ist durchaus ansehnlich!
Ein letzter Tipp zur Auswahl von Einzelteilen sind schließlich die Innenseiten größerer Aufbauten: Manchmal kann man auch sie sehr gut verwenden, weil sie in aller Regel frei von Bedruckungen und Gravuren sind. Wer eine einfache glatte Fläche sucht, wird also gerade im Inneren eines Modelles fündig, kann die gewünschte Fläche herausschneiden, umdrehen und als Außenwand weiterverwenden. Die wichtigste Regel bei dieser Variante des Modellbaus lautet: Was nicht passt, wird passend gemacht! Jedes Bauteil kann grundsätzlich in der Länge, Höhe und Breite, d. h. in der Materialstärke bearbeitet werden. Denkbar sind Kürzungen, Verlängerungen, Verschmälerungen und Verbreitungen. Außerdem kann jedes Teil beliebig in andere Positionen gebracht werden! Was am Basismodell eine rechteckige Seitenwand war, kann am Umbaumodell später horizontal angebracht und gekürzt werden! Schnitte können horizontal, vertikal und auch diagonal durchgeführt werden, so dass sich nahezu unendliche Variationsmöglichkeiten ergeben!
Vorsicht ist bei verschiedenen Farbtönen der verwendeten Kunststoffe geboten. Bei geringen Unterschieden kann man damit sicherlich leben – zumal es solche Unterschiede durchaus auch bei Originalfahrzeugen gibt. Bei größeren Farbabweichungen sollte man jedoch überlegen, ob man das jeweilige Teil nicht auch in einer passenderen Farbe bekommen kann. Hierzu ein Tipp: Auch bei einem Modellhersteller variieren die Farben unter Umständen von einer Auslieferungsserie zur anderen erheblich! Wenn man also ein bestimmtes Modell in einem etwas anderen Rotton sucht, kann es manchmal angebracht sein, das gleiche Modell zu einem etwas späteren Zeitpunkt noch einmal zu kaufen. Vielleicht hat man dann Glück, und das Modell hat jetzt – mehr oder weniger zufällig – genau die richtige Farbe! Ein gutes Beispiel sind übrigens die aktuellen Feuerwehrfahrzeuge von herpa, deren Farben (saisonbedingt?) stark variieren! Auch die Wiking-Feuerwehrfahrzeuge haben den Farbton in den vergangenen Jahren mehrfach gewechselt, das früher übliche Rot hatte einen deutlich höheren Blau-Anteil, das aktuelle Rot enthält eindeutig mehr Gelb.
Was in manchen Fällen hilft, um Farbtöne einander anzupassen, ist eine Lackierung der Einzelteile von innen. Eine helle Innenlackierung hellt Karosserien beispielsweise auch von außen auf – zumindest sofern die Material- bzw. Wandstärke nicht all zu dick ist. Umgekehrt kann eine helle Karosserie mit einer dunklen Innenlackierung deutlich abgedunkelt werden.
Detailplanung
Bevor man nun zur Säge greift, sollte man sich überlegen, welche Schnitte wo angelegt werden. Dabei sollte man immer schon mit „im Hinterkopf“ haben, wie sich Sägeschnitte später tarnen lassen könnten. Besonders günstige Schnittstellen sind in der Regel Regenrinnen (z. B. beim Austausch von Fahrzeugdächern), Karosseriesicken, Türkanten und die Einfassungen von Geräteräumen. Außerdem fallen Schnittkanten dort nicht besonders auf, wo später Einzelteile in verschiedenen Farben oder mit verschiedenen Oberflächenstrukturen (z. B. glatte Fläche / Riffelblech) aneinander grenzen.
Ansonsten kann man Decorstreifen, andere Decals oder – im Einzelfall – auch Einzelteile wie z. B. Scheinwerfer einer Umfeldbeleuchtung verwenden, um Sägeschnitte geschickt zu kaschieren. Wichtig ist nur, diese Dinge im Vorfeld sorgfältig zu planen. Wer zu schnell zur Säge greift, ärgert sich später unter Umständen sehr; zumal „Verschnitt“ nicht gerade preiswert ist.
Aufschriften entfernen
Sofern sich auf den Kunststoffteilen, die man später verwenden möchte, unpassende Aufdrucke befinden, sollten diese entfernt werden. Dafür eignet sich der Lackentferner von Revell oder der Druck- und Lackent-ferner DLE 90 von Lux, den man mit einem weichen Tuch oder einem Wattestäbchen über die entsprechende Stelle reibt. Bei Modellen von Wiking und Busch sollte man DLE 90 allerdings sehr vorsichtig anwenden, da die Kunststoffe dieser Hersteller durch das Mittel offenbar spröde und brüchig werden!
Einige Drucke lassen sich aber auch schon mit Zahnpasta (Achtung: Gel funktioniert nicht, nur „richtige“ Zahnpasta!), Spiritus oder Bremsflüssigkeit (Achtung: Anders als Zahnpasta absolut gesundheitsschädlich!) entfernen. Bei besonders hartnäckigen Beschriftungen hilft ansonsten nur noch das Reinigungsmittel ATA (Scheuerpulver, mit Wasser vermischen), wobei dies auf jeden Fall zu einer Beschädigung bzw. deutlichen Mattierung, eventuell sogar einer Verkratzung der Kunststoffoberfläche führt, die mit viel Polierpaste und noch mehr Geduld dann erst wieder beseitigt werden muss!
Nicht verschwiegen werden soll außerdem, dass sich manche Aufdrucke auch beim besten Willen und trotz größter Sorgfalt schlichtweg nicht rückstandslos entfernen lassen. Insbesondere bei weißen Aufdrucken auf glatten Flächen ist häufig zumindest „gegen das Licht“ noch immer ein Rest zu sehen. Dies muss man dann entweder hinnehmen oder mit neuen Decals tarnen!
Anzeichnen, Sägen
Jeder Sägeschnitt sollte mit einem wasserfesten Folien- oder Tuschestift sorgfältig angezeichnet wer-den. Die eigentliche Schnittführung erfolgt dann jedoch immer mit einem minimalen Abstand (0,5 bis 1mm) zu dieser Linie, da der Sägeschnitt niemals hundert prozentig exakt ausgeführt werden kann. Insbesondere ist die Schnittkante nach dem Sägen noch nicht „glatt“ genug, um sie sofort weiterverarbeiten zu können. Daher muss – wie schon gesagt - grundsätzlich jeder (!) Sägeschnitt mit der Feile nachgearbeitet werden.
Gleichwohl müssen natürlich schon beim Sägen einige Dinge beachtet werden. So ist die Laufrichtung einer Trennscheibe von Bedeutung: Je nachdem, in welche Richtung die Trennscheibe dreht, sammelt sich das heraus getrennte Material an einer anderen Seite, und im ungünstigen Fall nimmt es dann die Sicht auf den angezeichneten Schnitt. Auch die Drehzahl der Mini-Bohrmaschine spielt eine Rolle: Bei zu langsamer Drehzahl bricht die Schnittkante häufig aus, bei zu hoher Drehzahl kann die Schnittkante schmilzen, und die Trennscheibe jagt so rasch durch den Kunststoff, dass man schon nicht mehr reagieren kann, bevor sie an einer Stelle gelandet ist, die man eigentlich gerade nicht bearbeiten wollte!
Feilen, Feilen, feilen
Im Laufe der Zeit sollte man zunächst ein feines Gefühl für das zu bearbeitende Material bekommen: So sind die Eigenschaften des jeweils verwendeten Kunststoffs bei den verschiedenen Herstellern recht unterschiedlich. Kunststoff von Wiking und Preiser ist relativ hart und robust. Kibri-Kunststoff ist demgegenüber manchmal etwas spröde. Die Karosserien von Busch sind wiederum relativ weich. Herpa-Kunststoff ist – insbesondere bei den neuen PKW – häufig sehr dünn und hat vor allem eine sehr empfindliche Oberfläche! Diese Aspekte müssen beim Bearbeiten der Einzelteile mit einer Feile unbedingt berücksichtigt werden. Damit die Schnittkanten nun möglichst exakt zueinander passen, können mehrere Techniken angewendet werden:
Naheliegend ist es, Kanten stumpf zu feilen (also in einem Winkel von 90°), so dass sie nahtlos zueinander passen. Diese Technik empfiehlt sich, wenn eine möglichst hohe Stabilität der Klebestelle erreicht werden soll, weil man auf diese Weise eine möglichst große „Auflagefläche“ der jeweiligen Kunststoffteile erreicht. Ein großes Risiko bei stumpf aneinander gelegten und (sehr, sehr dünn!!!) mit Klebstoff bestrichenen Teilen besteht allerdings darin, dass Kleber sichtbar austritt. Dies lässt sich dann fast nicht mehr korrigieren!
Eine alternative Möglichkeit besteht deshalb darin, die Kanten nicht stumpf bzw. im rechten Winkel, sondern nur in einem Winkel von etwa 85°, also mit einer ganz leichten Schräge von außen abfallend abzuschleifen, so dass sie an der später sichtbaren Außenseite auf jeden Fall perfekt zueinander passen und keine Naht sichtbar ist. An der Innenseite ergibt sich dann ein beabsichtigter minimaler Abstand bzw. Freiraum, in den der (ggf. über-schüssige) Klebstoff, mit dem die Kanten später verbunden werden, sich verteilen bzw. ausweichen kann. Es versteht sich, dass diese Methode zu Lasten der Stabilität geht und in der Regel von innen angebrachte Verstärkungen aus Polystrolprofilen notwendig macht! Eine sinnvolle Kombination beider Techniken ist daher, dass man die Kanten von Kunststoffteilen nur zu einem Teil (nach außen hin) stumpf, zu einem anderen Teil (nach innen hin) aber mit einen kleineren Winkel abfeilt, um wieder den bereits beschriebenen Frei- bzw. Sammelraum für überschüssigen Klebstoff zu haben.
Eine weitere Möglichkeit sollte fortgeschrittenen Bastlern vorbehalten bleiben und bezieht sich auf Gehrungsschnitte, mit denen Kunststoffteile beispielsweise an den Ecken eines Aufbaus miteinander verbunden werden können: Diese Technik setzt voraus, dass man Schnittkanten exakt im Winkel 45° abfeilen kann, hat aber den großen Vorteil, dass man im Idealfall überhaupt keine Schnittkanten mehr sehen kann!
Bei dicken Wänden oder ganzen Flächen, die bearbeitet werden müssen, empfiehlt es sich generell, nass zu schleifen. Dabei sollten einige Tropfen Wasser auf die Feile oder das Schmirgelpapier aufgebracht werden; das Ergebnis ist immer noch etwas „glatter“ als bei einem „trockenen“ Schleifvorgang.
Entstehender Schleifstaub sollte sehr häufig entfernt werden, beispielsweise mit Druckluft aus einer Dose oder indem man aus nächster Distanz über das (gut fest gehaltene) Werkstück pustet. Dies ist deshalb so wichtig, weil der Schleifstaub die Kunststoffoberfläche verkratzen kann und er die Sicht auf die Schnittkante nimmt. Während man feilt, sollte man in kurzen Abständen Pausen machen und die Einzelteile immer wieder aneinander halten, um zu sehen, ob bereits alles passt bzw. um zu erkennen, wo noch Material weggenommen werden muss. Wohlgemerkt: Hier kommt es wirklich auf Millimeterbruchteile an: Ein „Feilgang“ kann schon zuviel sein, und das entsprechende Teil ist dann zu kurz geraten! Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Teile ohne jeden Druck, also völlig ohne Spannung, exakt zueinander passen müssen.
Kleben
Die wichtigste Regel lautet hier: Immer nur sehr wenig Klebstoff verwenden! Gute Erfahrungen haben die Mitarbeiter in den Werkstätten der Feuerwehren Nordstadt und Thalburg mit den Produkten von Vollmer und Revell gemacht. Die Dosierung mit der angebrachten Kanüle ist allerdings noch immer viel zu grob, so dass eine andere Vorgehensweise empfohlen wird: Man tropft etwas Klebstoff auf eine glatte Unterlage (z. B. eine Untertasse oder eine Glasfläche) und nimmt mit Hilfe eines Zahnstochers nur eine sehr geringe Menge von dieser Flüssigkeit auf. Mit dem Zahnstocher wird der Kleber dann dorthin gebracht, wo er auch wirklich benötigt wird. Nach Möglichkeit sollten Hilfskonstruktionen angefertigt werden, d. h. man verklebt nicht die Kanten an sich, sondern immer nur die Hilfskonstruktion. Auf diese Weise wird der sichtbare Austritt von Klebstoff weitgehend ausgeschlossen.
Bei Karosserieteilen mit gleicher Wandstärke, insbesondere dann, wenn Hilfskonstruktionen nicht möglich sind, weil sie den Einbau von Verglasungen oder Inneneinrichtungen behindern würden, kann darüber hinaus noch eine spezielle Technik angewendet werden: Man setzt die Teile zunächst ohne Klebstoff zusammen und fixiert sie von außen sehr sorgfältig und stramm mit einem qualitativ hochwertigen Klebeband (z. B. „Tesa-Film“ oder Tamiya-Abklebeband). Wenn die Teile so gut vorbereitet bzw. angepasst worden sind, dass wirklich nirgendwo eine Lücke zwischen den Teilen mehr vorhanden ist, kann man die Kanten nun von innen regelrecht „verschweißen“, in dem man den Klebstoff mit dem Zahnstocher auf die Nahtstelle aufbringt und vorsichtig dafür sorgt, dass die verschiedenen Kunststoffe angelöst werden und sich fest miteinander verbinden. Es bildet sich eine Art „Kleber-Kunststoff-Matsch“, den man so über die Nahtstelle schiebt, als würde man sie verputzen oder ver-spachteln. Wenn man das sorgfältig macht, sind die Teile später so fest verbunden, als wäre es ein einziges Stück.
Wohlgemerkt: Ist irgendwo nur ein winziger Spalt zwischen den Einzelteilen, kann Klebstoff durch die Kapillarwirkung dort hineingezogen werden, an der Modellaußenseite austreten und zu Schäden führen, die dann leider meist irreparabel sind. Es lohnt sich also, etwas mehr Zeit mit dem Anpassen der Teile zu verbringen, damit man einen vorschnellen Griff zum Klebstoff später nicht bereuen muss!
Um Herauszufinden, ob die Teile auch wirklich passend zurecht gefeilt sind, gibt es einen einfachen Trick: Die Teile, die später zusammengefügt werden sollen, werden gegen eine Lichtquelle gehalten. Gibt es keinen Spalt mehr an den Schnittkanten, dringt auch kein Licht mehr durch. Sofern aber noch Licht durchdringt, muss behutsam nachgearbeitet werden…
Nicht zuletzt soll noch darauf hingewiesen werden, dass die Arbeitsschritte „Feilen“ und „Kleben“ deutlich voneinander getrennt werden müssen. Geklebt werden kann erst dann, wenn der Arbeitsplatz wieder absolut staubfrei und sauber ist – der Schleifstaub muss vorher entfernt worden sein, damit kein Schleifstaub in die Nahtstellen dringt. Mag lächerlich und übertrieben klingen, ist aber wichtig!
Soweit der Textauszug aus dem geplanten Nordstadt-Thalburg-Buch... Für den einen oder anderen vielleicht interessant?
Feuerwehr Thalburg: Basteltechnik
- Harald Karutz
- Administrator
- Beiträge: 1868
- Registriert: 19.04.2007, 20:00
- Postleitzahl: 45470
- Land: Deutschland
- Wohnort: Mülheim an der Ruhr
- Kontaktdaten:
Gehe zu
- Forum
- ↳ Vorwort
- ↳ Ankündigungen
- ↳ Fehlermeldungen
- ↳ Vorschläge und Kritik
- ↳ Technisches
- ↳ Heiteres und Nachdenkliches...
- ↳ Andere Hobbys...
- ↳ Regeln, Datenschutz & Impressum
- ↳ Zum Tod unseres Freundes Jürgen Mischur
- Allgemeine Modellbau-Themen
- ↳ Aus Handel, Industrie und Gewerbe
- ↳ Neuheiten auf der Spielwarenmesse
- ↳ Arsenal M, Airpower87, Minitanks
- ↳ BlueBrixx
- ↳ Brekina, Starmada, BoS, PCX
- ↳ Busch
- ↳ DH Modellbau (Heimann)
- ↳ DS-Design
- ↳ Gierakowski
- ↳ Herpa, Roco, Cursor, Albedo
- ↳ Kibri, Vollmer, Viessmann
- ↳ Kornberger (VK), Heico, Loewe
- ↳ M.B.S.K.
- ↳ MEK, HEK (Ebling)
- ↳ Mickon Miniaturmodelle
- ↳ MMH (Hawener)
- ↳ Preiser, Bastian
- ↳ Remember (Mr. Moon)
- ↳ RF-Modellbau
- ↳ Rietze
- ↳ RMM (Merlau)
- ↳ Wiking, Roskopf, Siku
- ↳ Shapeways-Shops
- ↳ Sonstige Hersteller/Händler
- ↳ Wer liefert was?
- ↳ Händler und Hersteller
- ↳ Einsatzfahrzeuge der BOS
- ↳ Geräte und Ausrüstung
- ↳ Sondersignale
- ↳ Grundmodelle und -bauteile
- ↳ Decals und Farben
- ↳ Bastelmaterial
- ↳ Dioramen und Funktionsmodelle
- ↳ Basteltipps
- ↳ Farben und Kleber, Drucke und Decals
- ↳ Lacke und Farben
- ↳ Decals, Beschriftungen und Folien
- ↳ Klebstoffe und Spachtel
- ↳ Entfernen und Ablösen
- ↳ Technologien, Werkzeuge und Ausstattung
- ↳ Teile gesucht!
- ↳ Teile abzugeben!
- ↳ Wer übernimmt für mich....?
- ↳ Dioramen, Gebäude- und Funktionsmodelle
- ↳ Andere Maßstäbe, andere Materialien
- ↳ Modellbauwettbewerb im Nordstadt-Forum
- ↳ 1. Wettbewerb 2007/2008
- ↳ 2. Wettbewerb 2008/2009
- ↳ 3. Wettbewerb 2011
- ↳ Modellfotografie
- ↳ Sonstiges zum Modellbau
- Feuerwehr-Modellbau
- ↳ Fiktive Modellfeuerwehren
- ↳ Alexandersberg
- ↳ Alida County
- ↳ Auenburg
- ↳ Bad Carstenau am See
- ↳ Bad Schwabenburg
- ↳ Borstadt
- ↳ Braunsweiler
- ↳ Bruchtal
- ↳ Christiansburg
- ↳ Danielsdorf
- ↳ Dieselstadt
- ↳ Eckenbrück
- ↳ Elvershagen
- ↳ Emswald
- ↳ Engelheim
- ↳ Enshausen
- ↳ Floriansberg
- ↳ Frankenburg
- ↳ Freibach
- ↳ Freimannshausen
- ↳ Gabelsberg
- ↳ Grabostadt
- ↳ Gräfenburg
- ↳ Greenland
- ↳ Hainau
- ↳ Heimstadt
- ↳ Herrendorf
- ↳ Herzberg
- ↳ Jenkertal und Jenkmünch
- ↳ Klingstädt
- ↳ Kuppe-Lehrmann (Landkreis)
- ↳ Leineberg
- ↳ Löwenstadt
- ↳ Lukasburg
- ↳ Maintal in Franken
- ↳ Maffingen
- ↳ Manheim (Städteregion)
- ↳ Mittelstadt (Landkreis)
- ↳ Mühldorf a. d. Altmühl
- ↳ München (fiktiv)
- ↳ Naisa (fiktiv)
- ↳ Niedlingen
- ↳ Nordstadt
- ↳ Nordtal
- ↳ Qualmbach
- ↳ Rheinstadt
- ↳ Rillingen
- ↳ Rosenburg
- ↳ Ruhrstadt
- ↳ SDIS 96 - Service départemental d'incendie et de secours
- ↳ Steinbach
- ↳ Stuttgart (fiktiv)
- ↳ Thulenstein
- ↳ Thalburg
- ↳ Timmendorf-Großbach (Landkreis)
- ↳ Verdaneck
- ↳ WF Bahn
- ↳ WF CHEMtrax
- ↳ WF No-Wee Chemie
- ↳ Wichtelburg
- ↳ Ausländische Modelle ohne Vorbild
- ↳ Andere Modelle ohne konkretes Vorbild
- ↳ Feuerwehrmodelle nach realen Vorbildern
- ↳ Baden-Württemberg
- ↳ Bayern
- ↳ Berlin
- ↳ Brandenburg
- ↳ Bremen
- ↳ Hamburg
- ↳ Hessen
- ↳ Mecklenburg-Vorpommern
- ↳ Niedersachsen
- ↳ Nordrhein-Westfalen
- ↳ Rheinland-Pfalz
- ↳ Saarland
- ↳ Sachsen
- ↳ Sachsen-Anhalt
- ↳ Schleswig-Holstein
- ↳ Thüringen
- ↳ Ausländische Modelle nach Vorbild
- ↳ Andere Modelle mit konkretem Vorbild
- Feuerwehren im Original
- ↳ Feuerwehr-Fahrzeuge
- ↳ Herstellerspezifische Themen
- ↳ Bachert, GFT
- ↳ Bronto
- ↳ Iveco-Magirus
- ↳ Lentner
- ↳ MAN, ÖAF, Steyr
- ↳ Mercedes-Benz
- ↳ Rosenbauer, Metz
- ↳ Schlingmann
- ↳ Volkswagen, Audi, Porsche usw.
- ↳ Ziegler
- ↳ Diverse Hersteller
- ↳ Baden-Württemberg
- ↳ Bayern
- ↳ Berlin
- ↳ Brandenburg
- ↳ Bremen
- ↳ Hamburg
- ↳ Hessen
- ↳ Mecklenburg-Vorpommern
- ↳ Niedersachsen
- ↳ Nordrhein-Westfalen
- ↳ Rheinland-Pfalz
- ↳ Saarland
- ↳ Sachsen
- ↳ Sachsen-Anhalt
- ↳ Schleswig-Holstein
- ↳ Thüringen
- ↳ DDR-Feuerwehren
- ↳ Ausländische Feuerwehrfahrzeuge
- ↳ Sonstige Themen zu Feuerwehrfahrzeugen
- ↳ Sonstiges zu Feuerwehren im Original
- ↳ Organisation
- Feuerwehren und Modellbau in den Medien
- ↳ Fachzeitschriften, Bücher, Tagespresse
- ↳ Internet, Fernsehen, Video, Software
- Andere Organisationen in Vorbild und Modell
- ↳ Katastrophenschutz im Modell
- ↳ Katastrophenschutz im Original
- ↳ Rettungsdienst im Modell
- ↳ Rettungsdienst im Original
- ↳ Militärfahrzeuge im Modell
- ↳ Militärfahrzeuge im Original
- ↳ Polizei in Vorbild und Modell
- ↳ Sonstige Organisationen in Vorbild und Modell
- Termine, Treffen und Ausstellungen
- ↳ Feuerwehrmodellbau-Treffen unserer Community
- ↳ Aktuelle Terminhinweise
- ↳ Modellbau-Clubs und -Vereine...
- ↳ Museen und Ausstellungen...
- ↳ Intermodellbau
- ↳ Interschutz
- ↳ RETTmobil
- ↳ Sonstige Veranstaltungen
- ↳ Fotos vergangener Veranstaltungen