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 Betreff des Beitrags: Hameln: Koebe-LF 8 auf MB L 1500 F
BeitragVerfasst: 14.06.2008, 16:21 
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Hallo zusammen,
heute soll mal wieder ein Fahrzeugmodell aus dem "historischen Kontrastprogramm" zur Vorstellung kommen. Bei dem Vorbild handelt es sich um ein Fahrzeug aus dem Jahr 1941.

Bild

Die Firma Koebe baute dieses LLG (nach späterer Bezeichnung LF 8 ) auf einem Fahrgestell des Typs MB L 1500 F.

Bild Bild Bild Bild

Ein passendes Modell ist nicht auf dem Markt, auch nicht als Kleinserie. Verwendet habe ich aber einen nahen Verwandten, nämlich das LLG-Modell von Roco. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Modell zu dem Fahrgestelltyp MB L 1500 S, das den Nachfolgertyp darstellt. Beim Vorgänger L 1500 F war der Radstand mit 3500mm um einen halben Meter größer als beim L 1500 S. Deshalb habe ich beim Roco-Modell das Fahrgestell entsprechend verlängert. Die Trittbretter sind aus Brawa Riffelblechplatten entstanden. Im Aufbau wurde zwischen der hinteren Kabinentür und der Hinterachse ein Streifen von 1,5mm eingefügt. An der hinteren Rille der vorderen Kabinentüren wurde der Roco-Modellaufbau nochmals abgesägt. Der vordere Aufbauteil für Fahrer und Beifahrer stammt vom Wiking LF 8, wobei über der Frontscheibe noch ein Plastikstreifen eingefügt wurde, da die Scheibe deutlich tiefer als die Seitenscheiben liegt. Die Motorhaube stammt von einem Wiking Pritschen-LKW des Typs MB L 2500, wurde jedoch noch entsprechend überarbeitet, ebenso wie die vorderen Kotflügel, die wiederum das Roco-Modell beisteuerte. Insgesamt also ein "patchwork-Modell" :wink: .

Bild Bild Bild

Das linke Bild hierüber zeigt den Vergleich in der Fahrzeuglänge mit einem Roco LLG auf MB L 1500 S in der Feuerschutzpolizeiversion. Beim mittleren Bild ist der Unterschied bei den Motorhauben zu sehen und das rechte Bild zeigt das Modell noch einmal ohne den TSA, der mit verlängertem Dachgitter vom Roco-Modell übernommen werden konnte.
Das Modell stellt das Aussehen des Originals zu Anfang der 1950ger Jahre mit selbst gefertigten Kennzeichen der Britischen Zone Niedersachsen dar. Das Original war noch bis 1962 im Dienst.

Gruß Ulrich


Edit: Bilder wieder eingefügt.


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BeitragVerfasst: 14.06.2008, 17:08 
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Hallo,

einfach nur genial, ein richtig schöner Oldie. Das ist so der Modellbau den ich liebe, ein tierischer Aufwand um die kleinen Details darzustellen - wirklich nicht schlecht. Ich glaube das es keinen Anderen gibt der diese Arbeit auf sich nimmt um ein solches Modell darzustellen - schade. Gerade die Aufbauten der Fa. Koebe waren im "Nachkriegsdeutschland" recht häufig anzutreffen, sofern die Fahrzeuge die letzten Kriegswirren überstanden haben! Von diesem Fahrzeugtyp wurden ja größere Stückzahlen gefertigt und sogar in den Anfangsjahren nochmals aufgelegt. Sehr schön! :D

Gruß
Dirk

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BeitragVerfasst: 14.06.2008, 18:31 
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Sehr schönes und sehr aufwendiges Modell.

Gut, daß Du ein unverändertes LLG daneben gestellt hast, so können auch Epochenfremde wie ich den Umbau würdigen.

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Et hätt noch immer jot jejange!


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BeitragVerfasst: 14.06.2008, 21:24 
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Einfach prima! Ich freue mich immer über neue "alte" Modelle von dir!! :D

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BeitragVerfasst: 15.06.2008, 07:24 
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Sehr schönes Modell eines weit verbreiteten Oldtimers . Gut finde ich auch die veränderung des Fahrgestells , welche sicher nicht so einfach war . Freue mich auf weitere Oldtimer aus deiner Werkstatt .

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FWE Fahrzeugwerke Engelhausen


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BeitragVerfasst: 15.06.2008, 10:19 
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Hallo Ulrich,
wieder ein sehr Detailverliebtes Modell aus deiner Werkstatt. Sieht Klasse aus. :D Ich möchte gar nicht wissen wieviel Arbeit da drin steckt.
Gruß Christian

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BeitragVerfasst: 15.06.2008, 20:26 
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Wie machst Du das nur :?:
Einfach genial!!! :o :shock: mehr kann ich nicht sagen.


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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 12:53 
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Hallo zusammen und hallo Ulrich,

wieder mal ganz großartig, super Modell! Zumal sich, wie auch bereits erwähnt, der L 1500 F vom S auf den ersten Blick gar nicht so großartig unterscheidet, letztlich aber doch einen sehr aufwendigen Umbau darstellt.

Ich hoffe sehr, daß noch ein paar hamelner Schätze vergangener Tage folgen, z.B. das LF 16-I auf L 3000 F, siehe Einsatzbericht "Lederwaren Möller" auf Eurer Homepage, oder auch das (Mönchengladbacher) LF 25!? Bin jedenfalls schon sehr gespannt, was Du noch so bereithälst.


Gruß

Daniel


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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 16:34 
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Daniel Ruhland hat geschrieben:
Ich hoffe sehr, daß noch ein paar hamelner Schätze vergangener Tage folgen, z.B. das LF 16-I auf L 3000 F, siehe Einsatzbericht "Lederwaren Möller" auf Eurer Homepage, oder auch das (Mönchengladbacher) LF 25!?

Das LF 16-I habe ich schon vor vielen Jahren als Modell gebaut und das wird hier auch noch vorgestellt.
Bei dem LF 25 habe ich schon überlegt, es zu bauen. Ich habe noch einen Gollwitzer Bausatz von einem Magirus LF 25 liegen. Aber ich weiß noch nicht so genau, ob ich den mit abgeändertem Kühler als Hamelner/Mönchengladbacher Version bauen soll oder eine andere Version so wie bei dem Bausatzmodell eigentlich vorgesehen(München schwebt mir da schon länger vor). Eigentlich darf ich die Hamelner/Mönchengladbacher Version nach einem Bau des Modells gar nicht in der Öffentlichkeit zeigen, denn das war beim Original ja auch so :lol: :P . Für alle nicht Eingeweihten bezüglich der letzten Aussagen ist hier: http://www.feuerwehr.hameln.de/ortsfeuerwehr/geschichte/magirus_lf_25.htm die Geschichte nachzulesen.

Gruß Ulrich


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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 17:31 
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Hallo,

Ulrich Niehoff hat geschrieben:
Das LF 16-I habe ich schon vor vielen Jahren als Modell gebaut und das wird hier auch noch vorgestellt.

Prima, da bin ich ja schon mal gespannt!


Zitat:
Ich habe noch einen Gollwitzer Bausatz von einem Magirus LF 25 liegen. Aber ich weiß noch nicht so genau, ob ich den mit abgeändertem Kühler als Hamelner/Mönchengladbacher Version bauen soll oder eine andere Version so wie bei dem Bausatzmodell eigentlich vorgesehen(München schwebt mir da schon länger vor).

Hmm, ist natürlich inzwischen ein ziemlich seltenes, gesuchtes und (daher) teures Stück, zum Zersägen an sich zu schade. Andererseits sollte der Hamelner Mönchengladbacher (oder umgekehrt) an sich ja nicht fehlen. Und München - passend zum grünen LLG, evtl. auch in grün? Da würde ich dann aber eher das Grau des SHD vorschlagen und das Fahrzeug einfach mit der SHD-Nummer auf der Tür versehen, macht die KS auch universeller einsetzbar :wink: (am Rande: Gab es in Hameln überhaupt keine (Groß-) Fahrzeuge des SHD?)


Zitat:
Für alle nicht Eingeweihten bezüglich der letzten Aussagen ist hier: [...] die Geschichte nachzulesen.

Andere hatten nicht so viel "Glück" (je nach dem Standpunkt). Ein hiesiges, baugleiches LF 25, das ebenfalls Anfang April 1945 verschütt gegangen war, wurde noch im April 1945 in einem kleinen Dorf an der Ostsee wiedergefunden und mußte umgehend zurückgegeben werden bzw. konnte (Standpunkt) glücklicherweise zurückgeholt werden.


Gruß

Daniel


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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 18:55 
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Hallo,

die Geschichte zu dem LF ist wirklich klasse - gefällt mir! :D Den Fahrzeugen der "Reichshauptstadt" erging es ähnlich, so wurden z.B. gerade die LF 25 oder GLG, wegen ihrer großen Motorleistung, als Zugpferde für die Artillerie 8/8 missbraucht. Von diesen haben etliche die "Oder - Schlacht" bei den Seelower - Höhen nicht überlebt. Später nach der Kaptitulierung ging der "Klau" weiter, d.h. viele der noch funktionstüchtigen Fahrzeuge traten ihren Weg nach Osten an. Die Fahrzeuge dienten dann meist über Jahrzehnte bei den Feuerwehren in dem sowjet. Einflussgebiet - z.B. Danzig oder Oppeln. Selbst bis sowjet. Russland haben es manche geschafft. Leider hat sich hier in Berlin diesen Umständen noch keiner so richtig fachlich angenommen, deshalb vermute ich mal das dies lange Zeit politisch nicht opportun war - interessant wäre es auf alle Fälle, denn hier in Berlin gab es bestimmt ein paar mehr Fahrzeuge - Entschuldigung - als auf dem Lande! :wink:

Gruß
Dirk

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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 19:44 
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Hallo,

Dirk Schramm hat geschrieben:
Leider hat sich hier in Berlin diesen Umständen noch keiner so richtig fachlich angenommen [...] interessant wäre es auf alle Fälle, denn hier in Berlin gab es bestimmt ein paar mehr Fahrzeuge - Entschuldigung - als auf dem Lande! :wink:

Na ja, doch, an sich schon, sogar direkt nach Kriegsende (zum Teil veröffentlicht in FOEDROWITZ: "Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz 1939 - 1945").
    Bestand am 15.01.1945, ohne (die 398) Kräder und (213) TSA: 1034 Kfz.
    Bestand Ende April / Anfang Mai 1945: 3 Kfz :!: und im Juli waren es dann wohl wieder ca. 10 Kfz (wobei ich mr diese beiden Zahlen an sich schon fast nicht vorstellen kann).
    Bestand am 21.11.1948 - West- und Ostsektor: 196 Kfz.

Allein von den Anfang 1945 gelisteten 202 LF 25 (56 stadt- und 146 reichseigene (SHD) Fahrzeuge) standen 1948 nur noch 38 zur Verfügung (29 im West- und 9 im Ostsektor). Das bedeutet einen Verlust an LF 25 von etwas mehr als 80%, was auch ziemlich genau dem Gesamtverlust an Fahrzeugen bei der Berliner Feuerwehr entspricht. OSWALD/GIHL sprechen in "Kraftfahrzeuge der Feuerwehr und des Sanitätsdienstes 1900 - 1975" übrigens von einem kriegsbedingten Verlust von insgesamt mehr 50% des Gesamtbestands an Feuerwehrfahrzeugen.


Gruß

Daniel


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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 21:16 
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Hallo,

hier im Berliner Feuerwehrmuseum "jongliert" man nach den amtlichen Unterlagen mit anderen Zahlen, diese weisen von den angegebenen Zahlen von FOEDROWITZ wiederum ab. Wer nun recht hat - keine Ahnung! Wenn man mehr Zeit hätte, wäre dies bestimmt ein lohnenswertes Forschungsobjekt.

Gruß
Dirk

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BeitragVerfasst: 16.06.2008, 22:03 
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Zitat:
....wäre dies bestimmt ein lohnenswertes Forschungsobjekt.

Aber dann bitte im Berliner Subforum!!! :wink:

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BeitragVerfasst: 18.06.2008, 11:13 
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Hallo Ulrich,

schön das du mal wieder auf das "historische Kontrastprogramm" umgeschaltet hast. Mir gefällt dieses Programm sehr, sehr gut.

Der Umbau des LF 8 ist, wie alle deine Modelle, eine echte Augenweide. Saubere Arbeit mit vielen leibevollen Details! Einfach klasse!

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Frank Diepers - Rheurdt
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